Lexikon Zahngesundheit

ABC-Apparat

Der ABC-Apparat ist ein Behandlungsgerät in der Kieferorthopädie für die gleichzeitige Behandlung an Oberkiefer und Unterkiefer. Es dient dazu, korrekte Zusammenbisse mittels „intermaxillärer Gummizüge“ herbeizuführen.

Abrasio Dentium

Lateinisch für Abrasion / Abnutzung der Zähne. Gemeinhin wird zwischen Verlust der Zahnhartsubstanz durch Kontakt der Zähne miteinander (Attrition), Substanzverlust durch Kauen von abrasiven / abschleifenden oder verunreinigten Nahrungsmitteln (Demastikation) und Substanzverlust durch Zähneknirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne (Bruxismus) unterschieden.
Zahnhart-substanzverlust kann auch durch falsche Zahnputztechnik und den Einsatz abrasiver Zahnpasta verursacht werden (Dentale Erosion). Obgleich der Zahnschmelz mit zu den härtesten Substanzen des menschlichen Körpers zählt, ist im Lebensverlauf ein gewisses Maß an Substanzverlust durch einen inkrementalen Abnutzungsprozess normal bzw. unvermeidlich (physiologischer Verlauf). Dieser betrifft primär den Zahnschmelz. Ist der Zahnschmelz abgetragen, liegt das Dentin frei.
Die laufende Abrasion führt zu einem Verlust an Bisshöhe, d. h. zu immer kürzeren Zähnen was wiederum Fehlfunktionen und Zahnverlust verursachen und die Zahnästhetik erheblich beeinträchtigen kann. Der Körper ist bemüht, den Substanzverlust durch Veränderungen und Anpassungen im Kausystem auszugleichen. In Abhängigkeit vom individuellen ästhetischen Empfinden kann Substanzverlust durch zahnmedizinische Maßnahmen wie plastische Zahnfüllungen oder prothetische Maßnahmen kompensiert und die urprüngliche Form und Farbe des Zahnes wiederhergestellt werden.
Bei pathologischem Zahnhartsubstanzverlust (unphysiologischer Verlauf), bedingt durch Bruxismus, gilt es neben den äußeren Symptomen die Ursachen des Substanzverlusts zu therapieren.

Abrasion

Abrasion ist die medizinische Bezeichnung für die Entfernung von Körpergewebe. In der Zahnmedizin wird von Abrasio Dentium gesprochen. Dieser Begriff umfasst verschiedene Formen des Verlusts von Zahnhartsubstanz, zumeist in Folge mechanischer Reibung.

Abrasionsgebiss

Bezeichnung für einen Gebisszustand infolge intensiver Beiß- und Kauabnutzung. Treten Zahn-Abrasionen nicht vereinzelt sondern im gesamten Gebiss auf wird von Abrasionsgebiss gesprochen. Merkmale sind u.a. eine Bisssenkung und der Verlust von Schneidekanten, Höckern, Fissuren und Schlifffacetten.

Abszess

Ein Abszess ist eine von einer Membran abgekapselte Ansammlung von Eiter („Eitersäckchen“). Ein Zahnabszess liegt vor, wenn sich ein Eitersäckchen im umliegenden Gewebe eines Zahnes gebildet hat. Der Eiter entsteht als Reaktion auf eine bakterielle Infektion. U. a. können devitale (abgestorbene) Zähne, unbehandelte Karies und Zahnfleischentzündungen Ursachen eines Zahnabszesses sein. Eine unbehandelte Zahnkaries kann das Zahnmark infizieren. Bakterien können sich auch um den Zahn vermehren und einen Abszess bedingen. Der Rückgang von Zahnfleisch kann zu freien Räumen führen. Hier können sich Reste von Lebensmittel ablagern, Bakterien sich vermehren und Abszess entstehen. Symptome von Abszess (sowie anderer Entzündungsformen) sind Rötung, Wärme, Schwellung, Schmerz und eingeschränkte Funktion.

Der Zahnarzt untersucht die gesamte Mundhöhle, um die Zeichen einer Infektion, die die Existenz eines Zahnabszesses anzeigen, zu identifizieren. Gegebenenfalls ist eine radiologische Untersuchung (z. B. Röntgen) notwendig. Der erste Schritt einer Abszessbehandlung ist stets ein chirurgischer Einschnitt ins Abszess (Inzision). Hierdurch kann der Eiter abfließen. So folgt die Ursachenbeseitigung. Ist beispielsweise ein abgestorbener Zahn ursächlich für den Abszess, ist eine Wurzelbehandlung erforderlich.

Implantat

Ein Zahnimplantat (von lat. in „im, hinein“ und planta „Steckling, Setzling“) ist ein in den Kieferknochen eingesetzter Fremdkörper (Implantat). Das Teilgebiet der Zahnheilkunde, das sich mit der Insertion (Einsetzen) von Zahnimplantaten in den Kieferknochen befasst, wird als Implantologie bezeichnet.
Durch ihre Verwendbarkeit als Träger von Zahnersatz übernehmen Zahnimplantate die Funktion künstlicher Zahnwurzeln. Hierbei werden sie im Allgemeinen (über ihr Schraubgewinde) in den Kieferknochen (enossale Implantate) eingedreht oder einfach eingesteckt. Sie verbinden sich innerhalb von 3 bis 6 Monaten mit dem umgebenden Knochen zu einer festen, äußerst belastungsfähigen Trägereinheit (Osseointegration).

Karies

Karies, auch Zahnfäule genannt, ist eine ansteckende Zahnkrankheit. Sie wird von Mensch zu Mensch übertragen und entsteht, wenn Bakterien, die im Mund vorkommen, den Zahnschmelz angreifen und den Zahn beschädigen. In einer Studie haben Forscher einen Ansatz vorgestellt, der die Selbstheilung von Zähnen möglich machen könnte. Ziel ist es, Karieslöcher eines Tages mit körpereigenem Material zu verschließen. Noch ist diese Methode weit entfernt von einer Anwendung am Menschen.

Knochenaufbau

Knochenaufbau, auch Knochenaugmentation genannt, ist die Auflagerung von künstlichem Knochen auf bereits vorhandenen, um fehlenden Knochen zu ersetzen. In der Implantologie wird dieser Eingriff häufig durchgeführt. Die neue Knochenmasse wird oft direkt mit dem Implantat oder gesondert eingefügt. Als Aufbaumaterial dient eigener oder auch künstlicher Knochen.

Krone

Die natürliche Zahnkrone (Latein: corona dentis) ist der obere Anteil eines Zahnes, der aus dem Zahnfleisch herausragt. Sie ist mit Zahnschmelz bedeckt, der härtesten im menschlichen Körper vorkommenden Substanz. Als Klinische Krone wird der sichtbare Teil eines Zahnes bezeichnet. Die Bezeichnung „Krone“ rührt daher, dass sie mit den rundherum befindlichen Zacken, den Höckern, der Kontur einer königlichen Krone ähnelt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird auch eine künstliche Krone (aus einer Edelmetalllegierung oder Keramik) als „Krone“ bezeichnet.

Lumineers

Die Lumineers® by Cerinate® sind hauchdünne Veneers, die durch ein spezielles Klebeverfahren mit dem Zahn fest verbunden werden. Das Ergebnis sind strahlend weiße Zähne. Cerinate ist gelungen, kontaktlinsendünne Keramikschalen zu entwickeln, die Schönheit und Stärke in sich vereinen, ohne die natürliche Zahnsubstanz zu schädigen. Die patentierte Cerinate-Keramik macht es möglich Veneers herszustellen die so dünn und transparent sind, dass sie wie natürliche Zähne aussehen.

Okklusionskontrolle/Bisskontrolle

Unter Bisskontrolle versteht man die Kontrolle des Zusammenspiels beider von Ober- und Unterkiefer. Dies gehört in unserer Zahnarztpraxis zu den Standarduntersuchungen und zu jeder Behandlung. Ist der Zusammenbiss gestört, können Knirschen oder Pressen die Folge sein. Wir untersuchen die Störung, beheben Sie und verhindern so weitere Schädigungen Ihrer Zähne.

Veneers

Mit Veneers (engl. Funier/Fassade) bezeichnet man dünne Verblendschalen aus Keramik, die mittels eines Spezialklebers auf die Vorderzähne aufgeklebt werden. Diese Methode kommt vorzugsweise dann zum Einsatz, wenn Verfärbungen oder auch leichte Schiefstellungen der Zähne kosmetisch kaschiert werden sollen, die Zahnsubstanz aber weitestgehend unbeschädigt ist. Ferner bieten sich Veneers an, um große Zahnlücken zu schließen oder zur Korrektur von zu kurzen bzw. zu kleinen Zähnen.
Dabei bestechen Veneers vor allem durch ihre hervorragende Ästhetik, Haltbarkeit und Bioverträglichkeit. Dies liegt an den äußerst günstigen Materialeigenschaften der verwendeten Spezialkeramik (Zirkonoxid), der zur Zeit beste Werkstoff für Zahnersatz. Zudem können die als Veneers bezeichneten Keramikblenden exakt an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden und sind kaum von echtem Zahnmaterial zu unterscheiden.

Zahnarztangst

Einige Patienten fühlen sich häufig elend, wenn sie in die Zahnarztpraxis kommen, stehen unter Stress, denn der Zahnarztbesuch ist für sie ein psychischer Kraftakt. Vielen dieser Patienten kann mit medizinischer Hypnose geholfen werden. Diese Methode ermöglicht eine Behandlung in angstfreiem und entspanntem Zustand. Der Patient wird in eine Trance versetzt, ein Zustand ähnlich dem eines in sein Spiel völlig vertieftes Kind, das alles um sich vergisst. Der Patient bewegt sich in einem imaginären Raum, wo er sich wohl fühlt. Der rationale Teil des Gehirns schaltet ab, alles Unangenehme wird ausgeblendet. Der Puls ist ruhig, der Blutdruck niedrig, die Muskulatur locker. Der Zahnarzt kann jetzt zügig und präzise arbeiten. Keinesfalls verliert der Patient in Hypnose die äußere Wahrnehmung: Er nimmt seine Umwelt weiterhin wahr und reagiert auch. Nur empfindet er äußere Reize nicht oder anders als im Wachzustand.

Zahnfleischaufbau/Zahnfleischtransplantation

Unter Zahnfleischaufbau oder -transplantation wird der Aufbau des Zahnfleisches verstanden. Dazu kann eigenes Zahnfleisch oder künstliches Material benutzt werden. Die Behandlung dient in den meisten Fällen der Verschönerung oder dem Schutz vorhandener Strukturen.

Zysten

Zysten sind Bindegewebe über Hohlräumen, die Flüssigkeit enthalten. Ihre Entstehung geht auf Zähne oder Zahnbildungsorgane zurück. Zysten verursachen meist keine Schmerzen, solange sie nicht infiziert sind. Wegen ihrer Schmerzlosigkeit sind Zahnzysten oft „Nebenbefunde“ bei Röntgenkontrollaufnahmen. Zysten müssen in jedem Fall entfernt werden, da diese wachsen.